Schlösser


Seit jeher machten viele vornehme Herren, Mitglieder der hohen Gesellschaftsklassen in-und ausländischen Adels, auf einer ihrer Reisen hier in der üppigen Naturlandschaft der Gespanschaft Halt und fanden hier ihre neue Heimat. Stille Zeugen dieser Zeiten sind Schlösser und Kurien, die den Besuchern auch heute noch Geschichten längst vergessener Zeiten erzählen.

Das Streben nach der Repräsentativität, dem ästhetischen Design und dem maximalen Komfort des Wohnens wirkt sich auf den Bau neuer Schlösser in sorgfältig ausgewählten Standorten aus. An die Schlösser ist als Zentren des Besitzes eine Reihe von landwirtschaftlichen Gebäuden gereiht sowie üppige Gärten und Parks mit exotischen Bäumen (z. B. Novi dvori Jelačićevi). Ein besonders intensiver Aufschwung im Bau neuer Schlösser auf diesem Gebiet fand im 18. Jh. statt. (z. B. Bistra). In der ersten Hälfte des 19. Jh. nahm der Bau von Schlössern, besonders von jenen luxuriösen wesnetlich ab. Verarmte Feudalherren verkaufen ihren Besitz und Güter werden parzelliert. Zu dieser Zeit werden meistens kleinere Schlösser und Kurien gebaut, mit einigen Ausnahmen, unter denen auch das Schloss Januševec ist, wleches das größte und schönste Beispiel an einem Bauwerk dieser Zeit darstellt.

Schloss Oršić – Gornja Bistra, Bistra

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Das Schloss in Gornja Bistra, am Fuß der nördlichen Hänge des Gebirges Medvednica, ist ein Beispiel eines vornehmen Barockschlosses. Mit seiner Größe und Qualität der Architektur stellt es das Kronjuwel der Schlossarchitektur in Kroatien dar. Es ist das repräsentierendste Beispiel des barocken Profanbaus im Kroatischen Zagorje. Das Schloss zählt zum Denkmal der höchsten Kategorie. Grundriss des Schlosses ist eine ovale zentrale Halle, die zusammen mit der Hofkapelle, erhalten in ihrer ursprünglichen Form, eine Seltenheit in der Schlossarchitektur von Kroatien darstellt. Die Überreste der schönen Gärten rund um das Schloss aus der Hälfte des 18. Jh. oder dem frühen 19. Jh. sind noch heute zu sehen. Es wurde 1770 bis 1775 zu Zeiten des Feldmarschalleutnants Graf Krsto II Oršić. Von der alten kroatischen Adelsfamilie Oršić ging das Schloss in Besitz der Familie des französischen Grafen Carion im 19. Jh. über. Heute befindet sich in ihm eine Klinik für chronische Kinderkrankheiten.

Informationen:
Schloss Oršić, Gornja Bistra,
Tel.: + 385 1 3390 167,
Glöcknerin Frau Marica Škrlin

Schloss Vranyczany-Dobrinović – Gornji Laduč, Brdovec

Das Schloss und der Garten in Laduč befinden sich an der Schwelle der Ebene des Flusses und den südlichen Hängen des Berglands von Marija Gorica. Das Anwesen wird im 17. Jh. erwähnt, als es zum Adelshaus wurde. Das heutige Schloss wurde Ende des 19. Jh. an der Stelle des alten Hofes erbaut. Das Schloss ist ein Denkmal zweiter Kategorie. Die letzten Besitzer waren die Baronen Vranyczany-Dobrinović, der letzte Gutsherr war Baronin Tilda Vranyczany. Die erwähnte Familie nahm einen wichtigen Platz im wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Leben Kroatiens im 19. Jh. ein. Heute befindet sich im Schloss eine soziale Einrichtung für Kinder.

Schloss Jakovlje – Jakovlje

Im Tal am Fuß der nördlichen Hänge des Gebirges Medvednica wurde da Anwesen Jakovlje bereits 1546 erwähnt, als es von Jakov Sekelj aus Ormož gekauft wurde. Spätere Eigentümer waren die Familien Oršić, Gottal, Rauch, Josipović und Kronfeld. Das Schloss wurde im 18. Jh. errichtet, wurde aber in mehreren Etappen erweitert und verändert. Das Schloss ist ein Denkmal dritter Kategorie.

Schloss Januševec – Prigorje Brdovečko, Brdovec

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Es liegt an den Hängen des Tals des Flusses Sava, genau an der Kreuzung der Straße Zaprešić – Harmica und der Straße, die zu Marija Gorica führt. Dass Schloss Januševec repräsentiert die höchste Errungenschaft der klassizistischen Architektur in Kroatien. Es wird angenommen, dass das Schloss von Bartol Felbinger projektiert wurde, einem der bekanntesten Architekten des 19. Jh. in Zagreb und der Umgebung. Es zählt zum Denkmal höchster Kategorie. Es wurde um 1830 für den Baron Josef von Werklein erbaut, 1845 vom französischen Grafen Edgar de Corberon gekauft, und ging später in den Besitz verschiedener Besitzer über: Graf Dümreicher, Max Mayer, und zwischen den beiden Weltkriegen Manfred Sternberg. Von 1947 bis 1989 wurde das Schloss restauriert und beherbergt heute einen Teil des kroatischen Nationalarchivs.

Schloss Erdödy – Jastrebarsko

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Das Schloss Erdödy liegt im Stadtpark und ist das älteste Gebäude in der Stadt. Das alte Kastell wurde von Ban Matija Gereb Ende des 15. Jh. errichtet, wobei das Schloss vom 16. Jh. bis sogar 1922 in Besitz der Familie Erdödy war. Dieses rechteckige Schloss wurde in seiner langen Geschichte viele Male umgebaut und mit zwei beeindruckenden runden Türmen verstärkt. Der Innenhof hat eine außergewöhnliche Akustik und ist verziert mit Arkaden und barocken Säulen. Die Tafel an der linken Seite des Eingangs baute 1592 der kroatische Ban Toma Erdődy ein, Sohn von Roy Peter Erdödy, des ersten Besitzers von Jastrebarsko, 1519 bis 1567. Das Schloss ist umgeben von einer schönen englischen Parkanlage, die heute ein beliebter Spazierweg der Einwohner von Jaska ist.

Schloss Oršić – Jastrebarsko

In der grünen Ecke um das zahme Dorf Slavetić, voller Obstplantagen, Weinberge und Blumenwiesen, auf einem Hügel gegenüber der Pfarrkirche des hl. Antonius des Großen aus dem Jahr 1600 liegt das Schloss des Grafen Oršić. Die Altstadt wurde 1294 im Rahmen der Gespanschaft Podgorje erwähnt, und nachdem sie in die Hände mehrerer Besitzer kam, gelang sie von 1468 bis 1869 in den Besitz der Grafen Oršić, als Eigentümer Levin Rauch wird. Ursprünglich als mittelalterliche Burg mit gotischem Stadtkern mit einem Wachturm und einem Palast gebaut, wurde der Besitz in den Umbauten und Ausbauten vom 16. bis zum 18. Jh. in ein geräumiges Schloss umgewandelt. Heute ist das Schloss in Privatbesitz und ein Teil wird vom Nationalarchiv genutzt.

Komplex griechisch-orthodoxer Bischofsschlösser

Am südlichen Tor der Region Žumberak an der Straße Krašić – Pribić befindet sich seit 1678 der Besitz griechisch-orthodoxer Bischöfe, auf dem ein Barockschloss mit einem Portal aus dem Jahr 1751 gebaut wurde. Das Barockschloss wurde im Jahr 1910 nach dem Projekt des Architekten Podhorski in deutlich erkennbaren Konstruktionsstadien umgebaut und angebaut, wobei auch eine Kapelle angebaut wurde. Der gesamte Komplex mit Schloss umfasst ein eingeschossiges Wirtschaftsgebäude mit einem steilen Mansarddach, einem alten Wohnhaus (des Typs der Kurie) und die griechisch-orthodoxe Kirche der Verkündigung (oder Ankündigung de heiligen Jungfrau Maria), gelegen auf einer kleinen Insel in der Mitte des Parks und erbaut im Jahr 1911 im neo-byzantinischen Stil. Zusammen mit einer Kapelle im Schlosspark hat der ganze Komplex einen großen historisch-künstlerischen und landschaftlichen Wert.

Kastell-Schloss Lukavec – Velika Gorica

Das Kastell liegt im Tal von Turopolje in der gleichnamigen Stadt, zuerst erwähnt im Jahr 1256 unter dem Namen „caput Lukavez”, aber das genaue Jahr oder der Ort des Baus ist nicht bekannt. Das erste Mal zwischen 1474 und 1479 zur Abwehr gegen die Türken als mittelalterliche Holzstadt erbaut, hat das Schloss in seiner Geschichte viele verschiedene Eigentümer. Die gemauerte Stadt wie wir sie heute kennen, wurde im 18. Jh. errichtet. Im Grundriss ist das Schloss als rechteckiges Kastell mit Innenhof errichtet, in dem Arkaden mit vier prismatischen Türmen an den Ecken verlaufen. Über dem Eingang mit barocken Portal und Wappen der Edlen Gemeinde von Turopolje erhebt sich ein hoher Turm. Unter ihm befand sich die Kapelle der hl. Luzia sowie 70 Schießscharten.

Schloss Lužnica – Zaprešić

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Der große Park verbirgt das Schloss, das von weitem aus erst von der Straße Zaprešić – Brdovec in der Nähe des Dorfes Šibice sichtbar ist. Das große Weizenfeld zwischen der Straße und dem Park betont das beeindruckende Ansehen des Schlosses noch mehr. Das einstöckige Barockschloss wurde in der zweiten Hälfte des 18. Jh., wahrscheinlich an der Stelle des ehemaligen Kastells erbaut. Im Jahr 1791 wurde das Schloss umgebaut und erweitert und wird zum Sitz der Familie Rauch. Das Schloss gehört zur ersten Denkmalkategorie, wurde im Jahr 1982 renoviert, und seit 1925 beherbergte es ein Pflegeheim der Barmherzigen Schwestern vom hl. Vinzenz von Paul. Durch die Eröffnung des geistlichen Bildungszentrums „Marias Hof” wurde das Schloss der Öffentlichkeit zugänglich.

Informationen:
Šibice, Zprešić
Tel.: + 385 1 3350 943
Web: www.luznica.com
E-Mail: luznica@luznica.hr

Schloss Orehoci/Patačić/Farkaš – Lovrečina, Vrbovec

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An der Straße Vrbovec – Križevci nordöstlich von Vrbovec befindet sich das Schloss bekannt unter dem Namen Lovrečina Grad. Die Familie Orehoci ist der erste Besitzer des Kastells und des Besitzes von 1599 bis 1726, danach die Familie Fodroci, Patačić (1800 – 1834), Farkaš (1834 – 1870) und letzendlich kaufte das Anwesen im Jahr 1909 Graf de Piennes und überlies es den Vinzentinerinnen. In der Mitte des 19. Jh. erhielt das Schloss einen U-förmigen Grundriss, der bis heute erhalten blieb, während die historizistiche Rekonstruktion im Jahr 1898 stattfand, mit reichen Dekorationen im Neorenaissance-Stil, dem Anbau von Türmen, des mittleren Risalits und des Altans an der südlichen Fassade, wann auch der Pferdestall und weitere Nebengebäude um das Schloss gebaut und eingerichtet werden.

Schloss Zwiling – Crna Mlaka, Jastrebarsko

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Im Herzen des Sumpfgebiets, das Anfang des 20. Jh. zu den Fischteichen von Crna Mlaka wird und 1905 von Kornelius Zwilling gepachtet wird, wird 1914 – 1920 ein Komplex mit einer Villa, einem Park und Nebengebäuden nach Plan des Architekten J. Deutsch (1917) im späten Sezessionsstil des Art deco gebaut. Heute befindet sich dieses Schloss im Zentrum des Speziellen Vogelreservats Crna Mlaka in der Nähe von Jastrebarsko.

Komplex Novi dvori Jelačićevi – Zaprešić

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Im Zentrum von Zaprešić in einem Parkwald befindet sich auf einem Ansegen von 20,5 ha das Schloss (zweiter Denkmalkategorie), die Kapelle, das Grab und Nebengebäude (Drescherei, Maismühle und Erntesilo – der höchsten Denkmalkategorie). Der Komplex Novi dvori ist ein einzigartiges Beispiel eines bis heute erhaltenen feudalen Komplexes. Der Komplex Novi dvori entstand aus dem ehemaligen Herrenhaus von Susedgrad Stubica und als erster Besitzer wird die Familie Zrinski erwähnt, nach ihnen Familien Čikulin, Sermage, Festetic, Erdödy und 1852 wirde er von Ban Josip Jelačić gekauft.