Allgemeines zu Križ

Im Flusstal der Česma, neben der Autobahn Zagreb – Lipovac, der Eisenbahnlinie Zagreb – Vinkovci und der alten Straße mit Abzweigung nach Čazma und Bjelovar, hat sich Križ positioniert – eine weitere historische Ortschaft und Mittelpunkt der Gegend von Ivanić. Im südlichen Teil der Gemeinde wird der Wald Žutica erfasst, wo sich auch eine Erdöllagerstätte befindet, und im östlichen Teil der Wald und das Jagdrevier Veliki Jantak. Der Fluss Česma ist dank seiner fischreichen Nebenarme hingegen ideal zum Fischfang geeignet.
Heute wird die Gemeinde Križ in 16 Siedlungen auf einer Fläche von 118 Quadratkilometern von rund 8000 Einwohnern bewohnt. Im wirtschaftlichen Bereich zählen DIN Novoselec und Elektra Križ zu den bedeutendsten Unternehmen, doch seit der Unabhängigkeit Kroatiens werden, dank privater Initiativen, auch immer mehr neue Unternehmen gegründet.

Geschichte

Die Geschichte zu Križ, das gelegentlich auch Križ pod Obedom genannt wurde, ist eng an die Geschichte zu Ivanić-Grad und Kloštar Ivanić gebunden, aber bewahrt dennoch einige besondere Wurzeln. Wie dies oft der Fall ist, erhielt der Ort seinen Namen nach dem bedeutendsten sakralen Objekt – der Kirche zur Erhebung des Hl. Kreuzes. Indirekt wird der Ort zum ersten Mal im Jahre 1334 erwähnt und zwar in einer Auflistung der Kirchgemeinden der Gespanschaft von Zagreb. In der Zeit der Vojna Krajina (Militärgrenze) im 15. Jh. wird der Ort Križ zum Mittelpunkt der Dorfgemeinde. Mit der Abschaffung der Militärgrenze ändert sich bald der Status von Križ und wird somit 1873 zum Bezirksort ernannt.

Der Ort Križ entstand auf einem Hügel rund um die Kirche zur Erhebung des Hl. Kreuzes. Dieses einschiffige, weiträumige, barockisierte Gebäude gilt als das besterhaltene mittelalterliche Objekt dieser Gegend und ist als Denkmal der höchsten Kategorie eingestuft. Einen besonderen Wert der Kirche symbolisieren die zwei Seitenaltäre des hl. Rochus und des hl. Antonius von Padua, die 1761 eingerichtet wurden. Im Jahre 1714 ging in der Pfarrkirche der Hauptaltar in Flammen auf, weshalb 1720 ein neuer aufgestellt wurde, der zudem mit wertvollen Holzskulpturen reich geschmückt war. Dieser Altar gilt als einer der repräsentativsten in ganz Nordkroatien. Wertvoll sind auch die Goldgegenstände aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Die Kirche ist von einem hundertjährigen Park umgeben, der 1894 nach den Vorschriften der englischen Parkarchitektur errichtet wurde.

Bereits im 17. Jahrhundert verfügte Križ über eine Schule. Es handelte sich um eine kirchliche Schule. Im Jahr 1790 wurde auch eine allgemeine Volksschule eröffnet. Das erste Schulgebäude wurde 1860 errichtet, und 1884 begann auch die Volksbibliothek und Lesehalle mit ihrer Arbeit. Sehenswert sind außerdem das Gedenkhaus von Josip Badalić, wie auch im Dorf Vezišće, das von einer originellen ländlichen Holzarchitektur gezeichnet ist, das Gedenkzimmer für die große Opernsängerin Milka Trnina, die im selben Zimmer zur Welt gebracht wurde. Die archäologische Fundstätte Sipćine bei Okešinec zeugt von einer früheren Besiedlung dieser Gegend.